Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) unserer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten obliegt eine wichtige Aufgabe. Sie ist dafür zuständig die Gebühren der Rundfunkteilnehmer einzuziehen und weiter zuleiten an z.B. ARD oder ZDF. Die monatliche Grundgebühr liegt bei 5,76 Euro und zusätzlich für ein Fernsehgerät 12,22 Euro. Macht in fast allen Fällen 17,98 Euro pro Haushalt. Allein 2007 betrug das Aufkommen an Gebühren ca. 7,3 Mrd. Euro. Dieses Geld wird dafür verwendet um der Bevölkerung eine mediale Grundversorgung anbieten zu können. Unabhängige Berichterstattung, qualitativ hochwertige Inhalte und die Einhaltung strengerer Medienrichtlinien zeichnen diese aus.
Aber warum wird dieses riesige bürokratische Monster benutzt um die Gelder einzusammeln? Da sowieso 98 % der Bevölkerung einen Fernseher hat, könnte man diese Organisation doch auch abschaffen und dafür ein wenig höhere Steuern erheben, also die Rundfunkanstalten direkt aus dem Staatshaushalt finanzieren. Und alle Leute die kein Rundfunkgerät besitzen oder unter normalen Umständen von den Gebühren befreit wären (z.B.Arbeitlose), können diese fiktive Gebühr dann beim Finanzamt oder bei der Arbeitsagentur gelten machen. Wobei zu überlegen ist diese Ausnahmeregelung nicht anzuwenden, da es sich bei der Grundversorgung durch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten um eine Aufgabe des Staates im Rahmen seiner Daseinsvorsorge handelt. Es kann ja auch niemand Geld zurückfordern, weil er die öffentlichen Straßen nicht befährt.
Die Vorteile der Abschaffung der GEZ liegen auf der Hand. Es könnten jedes Jahr gut 160 Millionen Euro gespart werden, denn ca. 2 % der Gebühren werden ausschließlich für die GEZ verwendet. Niemand müsste sich mehr mit der An- oder Abmeldung beschäftigen, ganz viel lästige Bürokratie würde verschwinden. Eine riesige Datenbank über Millionen deutscher Haushalte würde abgeschafft. Je weniger Daten gesammelt werden desto besser. Einwohnermeldeämter müssten nicht mehr die An- und Ummeldungen an die GEZ übermitteln. Rundfunkbeauftragte würden uns nicht mehr lästige Besuche abstatten, denn „Schwarzseher“ gäbe es in diesem Modell nicht mehr.
Gruss Matti